Allgemeine Informationen zu Explosionsgefährlichen Stoffen

Explosionsgefährliche Stoffe haben ein breites Anwendungsspektrum und werden im gewerblichen Bereich beispielsweise beim Abbau mineralischer Rohstoffe (z.B. im Steinbruch oder beim Tunnelbau), beim Abbrennen von Feuerwerk, bei Konzertveranstaltungen oder in der Automobilindustrie (z.B. Gurtstraffer, Airbags) eingesetzt.

Das Sprengstoffrecht differenziert zwischen Explosivstoffen und pyrotechnischen Gegenständen. Beide beinhalten explosionsgefährliche Stoffe; die Unterscheidung ergibt sich aus der Verwendung der Stoffe.

  • Explosivstoffe werden im Wesentlichen eingeteilt in Sprengstoffe (z.B. TNT), Treibstoffe (z.B. Schwarzpulver) und Zündstoffe (z.B. Sprengkapseln).
  • Pyrotechnische Gegenstände dienen Unterhaltungs- oder technischen Zwecken (z.B. Feuerwerkskörper, Airbag).

Da Tätigkeiten im Zusammenhang mit explosionsgefährlichen Stoffen ein großes Gefährdungspotential besitzen, stellen das Sprengstoffgesetz und die Verordnungen zum Sprengstoffgesetz hohe Anforderungen an die persönliche und körperliche Eignung, strafrechtliche Zuverlässigkeit und spezielle Ausbildung der Personen, die mit diesen Stoffen umgehen sowie an die jeweils zu treffenden Schutzmaßnahmen.

Die Vorschriften gelten sowohl für den gewerblichen Bereich (z. B. Hersteller, Händler, Feuerwerker, Baufirmen, Steinbruchbetriebe) als auch für den privaten Bereich (z. B. Böller- und Vorderladerschützen, Wiederlader).

Wer mit Sprengstoffen oder pyrotechnischen Gegenständen umgeht, braucht in der Regel eine Erlaubnis oder einen Befähigungsschein.

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