Röntgenstrahlung

Röntgeneinrichtungen und Störstrahler sind Geräte oder Anlagen, in denen durch beschleunigte Elektronen Röntgenstrahlung in einem Energiebereich von fünf Kiloelektronvolt bis ein Megaelektronvolt erzeugt wird. Diese Einrichtungen unterliegen den Anforderungen des Strahlenschutzgesetzes sowie der Strahlenschutzverordnung.


Ziel der Gesetzgebung ist die Einhaltung der drei Strahlenschutzgrundsätze:

  1. Rechtfertigung
    Jede Tätigkeit, die zu einer Strahlenexposition von Mensch oder Umwelt führen kann, muss gerechtfertigt sein, d.h. der individuelle oder gesellschaftliche Nutzen ist gegenüber den möglicherweise damit einhergehenden Beeinträchtigungen abzuwägen.
  2. Dosisbegrenzung
    Die gesetzlich verankerten Dosisgrenzwerte dürfen nicht überschritten werden.
  3. Dosisvermeidung und Dosisreduzierung
    Jede unnötige Strahlenexposition von Mensch oder Umwelt ist zu vermeiden. Unvermeidbare Strahlenexpositionen sind auch unterhalb der Grenzwerte so niedrig zu halten, wie es der Stand der Technik und die weiteren Umstände im Einzelfall ermöglichen.

Zur Einhaltung der Strahlenschutzgrundsätze bedarf es einer geeigneten Strahlenschutzorganisation. Dazu sind der Strahlenschutzverantwortliche zu benennen und ausreichend Strahlenschutzbeauftragte zu bestellen.
Vor Inbetriebnahme einer Röntgeneinrichtung und ggf. vor Inbetriebnahme eines Störstrahlers ist von der Aufsichtsbehörde eine Genehmigung für den Betrieb zu beantragen bzw. bei besonderen Röntgeneinrichtungen ein Anzeigeverfahren durchzuführen.
Informationsstelle und Aufsichtsbehörde ist das im jeweiligen Regierungsbezirk ansässige Gewerbeaufsichtsamt bei der Regierung.

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