Nachhaltige Produkte

Grundkonzept von Ökodesign


In unserem Alltag verwenden wir viele Produkte, ohne darüber nachzudenken, was ihre Produktion und ihr Verbrauch für das Klima und die Umwelt bedeuten. Die Herstellung von Produkten verbraucht eine große Menge an Ressourcen wie Energie und Materialien. Neben der Herstellung der Produkte haben auch der Transport, die Verwendung und die anschließende Entsorgung erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt. In der Planungs- und Entwurfsphase wird ein Großteil der Umweltauswirkungen eines Produkts bestimmt. Genau da setzt der systematische Gestaltungsansatz von Ökodesign an, um die Umweltauswirkungen über den gesamten Lebenszyklus zu verringern.

Die Europäische Kommission hat im Jahr 2005 mit der Ökodesign-Richtlinie einen Rahmen für die Festlegung von Mindestanforderungen für bestimmte Produktgruppen geschaffen. Der Anwendungsbereich wurde im Laufe der Jahre immer mehr erweitert. Am Anfang wurden nur energiebetriebene Produkte betrachtet, später wurde der Anwendungsbereich auf energieverbrauchsrelevante Produkte ausgeweitet.

Der europäische Green Deal ist Europas aktuelle Strategie, damit die Union bis 2050 zum ersten klimaneutralen Kontinent wird. Dazu wurde eine neue Ökodesign-Verordnung für nachhaltige Produkte mit einem stark erweiterten Geltungsbereich und Anforderungen vonseiten der EU-Kommission vorbereitet. Sie schafft den Rahmen für die Festlegung von Ökodesign-Anforderungen für bestimmte Produktkategorien, um deren Kreislauffähigkeit, die Energieeffizienz und andere Aspekte der ökologischen Nachhaltigkeit erheblich zu verbessern.
Eine erneute Ausweitung des Anwendungsbereichs auf möglichst viele Produkte und auf alle Phasen des Lebenszyklus soll dazu beitragen, dass bis 2030 ein erheblicher Teil der Produkte in der EU energie- und ressourcenschonend, reparierbar und recycelbar sind.

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